Archiv der Kategorie: In freudiger Erwartung – Schwangerschaft und Geburt

Hypnobirthing. Geburtsvorbereitung für eine selbstbestimmte Geburt voller Freude

Hypnobirthing von Marie F. Mongan

Als Marie Mongan sich in den 50er/60er Jahren auf die Geburten ihrer Kinder vorbereitete, wollte sie eine angenehme stressfreie Geburt mit wenig Schmerzen. Sie fand das Buch „Mutter werden ohne Schmerz“ von Dr. Grantly Dick-Read, einem englischen Gynäkologen. Als ich 2012 sein Buch las, war ich beeindruckt, dass er schon in den 1930er Jahren die Wirkungsweise des autonomen Nervensystems und die Zusammenhänge mit den qualvollen Geburten erkannte, die viele Frauen erlebten. Sein Buch ist auch in Deutschland bekannt. „Damit hat sich meine Mutter auf meine Geburt vorbereitet! Meine auch.“ lachten zwei Ärztinnen der Universitätsklinik Bonn, als ich dort meine Arbeit mit Schwangeren vorstellen durfte.

Marie F. Mongan gebar ihr drittes Kind mit den Anleitungen von Dr. Grantly Dick-Read, die beiden vorherigen Geburten wurden von Ärzten gestört und gewaltsam beendet, wie dies heute so viele Frauen erleben. Im Laufe ihres Lebens wurde sie Hypnosetherapeutin und als sie Oma wurde, entwickelte sie ein hervorragendes Programm aus mentaler und emotionaler „Umprogrammierung“ und Handwerkszeug für uns Frauen und den werdenden Papa. Seit 2013 haben viele Paare ihre Geburt mit dem Programm mit mir zusammen vorbereitet.

Hypnobirthing Geburtsvorbereitung und Erfahrungen in Bonn

An manchen Stellen zeigte sich nach den Geburten, dass die Hypnobirthing-Philosophie dogmatische Ansätze hatte. Es erinnerte mich an „Yes You Can“. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass manchmal Hypnose und Affirmationen alleine kaum wirken, weil die Seele etwas anderes beschäftigt, das angeschaut werden will. 

Mit guten Erfahrungen kombinierten die Frauen nun die Hypnobirthing Geburtsvorbereitung mit der vorgeburtlichen Förderung der Mutter-Kind-Bindung. Die werdenden Mütter gingen mit noch mehr Vertrauen in die Geburt, die Eltern-Kind-Verbindung während der Geburt war so eng, dass eine Hebamme nach der Herztronkontrolle sagte: Der kriegt ja gar nichts mit.

Vertraue darauf,  dass auch Du eine selbstbestimmte gute Geburtserfahrung voller Kraft und Freude machen kannst.

Um Dich gründlich darauf vorzubereiten hat Dir die Natur wundervolle neun Monate geschenkt.

Entspannte angstfreie Frauen gebären leichter

Hand auf’s Herz. Wieviel Angst hast Du vor der Geburt? Wie viele Freundinnen, Bekannte, Kollegen haben Dir von erschreckenden Geburtserfahrungen erzählt? Wenn ich mit Frauen auf der Straße spreche höre ich nur von schlimmen Erfahrungen. Das tut mir in der Seele weh.
„Ich treffe nur Frauen, die Angst haben“ sagte eine werdende Mama in der letzten Woche vor ihrer Geburt zu mir. Ist das auch Deine Erfahrung? 

Der körperliche und emotionale Geburtsprozess an sich, ist nichts, wovor wir Frauen und fürchten müssten. Ja, ich weiß, das sagt sich so leicht. Woher kommt also die Angst?

Wenn Du im Fernsehen Geburtsszenen siehst. Was siehst Du? Frauen, die sich beim ersten Anzeichen schmerzverzerrt krümmen und Frauen, die fürchterlich schreien. Diese Bilder sitzen in unserem Kopf. Ein weiteres Bild ist sicherlich, dass wir denken, die schöne straffe uns Lust beim Sex bereitende Vagina wird durch den Körper des Babys so gedehnt, das kann ja nur weh tun und hoffentlich haben wir Glück und sie zerreißt nicht. Wieviel weißt Du über den Aufbau der Gebärmutter und Vagina? Ich war wirklich erstaunt, wie komfortabel und sicher uns die Natur für die Geburt ausgestattet hat. Schon das Erkennen der biologischen Perfektion von unserem Körper nimmt den Frauen in meiner Geburtsvorbereitung die erste Angst.

Deine Gefühle und Gedanken, deine Geburtserfahrung, Beratung welche Klinik Dir die größtmögliche Sicherheit bietet und Dein ganz konkretes Gebär-Werkzeug wandeln Angst in Gelassenheit, Vertrauen in Deine innere Stärke. Und Vertrauen in Deinen Geburtsbegleiter, dass er Dich jederzeit aktiv begleitet und Euren Sicherheitsraum schützt. Denn jede Geburt braucht Intimität und Geduld.

Hier komme ich zu einem Punkt, von dem ich glaube, dass er die Hauptursache für Ängste vor der Geburt ist. Die Erfahrung in der Klinik, dass es statt Hilfe medizinische Interventionen, Druck und Komplikationen gegeben hat. Meine Erfahrungen zeigen, dass werdende Eltern dies mit ihrer Vorbereitung die Verantwortung für Ihre Geburt selbst in die Hand nehmen und die Routine in der Klinik wirksam in ihrem Sinne leiten können. Nur eine der 45 Geburten fand zu Hause statt. 44 Paaren gebaren ihr Kind in der Klinik. Ärzte und Hebammen empfangen die Paare aus meiner Praxis erleichtert. Sie können sich entspannen, weil sie wissen, dass ein Elternpaar trotz der fehlenden 1:1-Betreuung durch eine Hebamme mit erheblich weniger Betreuungsbedarf und gut klar kommt in der Eröffnungsphase der Geburt. 

Dein Baby arbeitet mit Deinem Körper zusammen und bringt sich auf die Welt. Begleite beide bewusst mit Deinen inneren Kräften. Ich zeige Dir wie das geht.

Habe ich Dich inspirieren können? Möchtest Du mehr erfahren? Schau Dich in Ruhe hier um.
Hast Du Fragen? Gerne berate ich Dich in einem für Dich unverbindlichen Gespräch.

 

 

Wie wir geboren werden ist nicht egal

Alle Gefühle und Erfahrungen der Geburt bleiben lebenslang gespeichert und bilden das emotionale Grundmuster, mit dem wir Übergangssituationen, Grenzsituationen bewältigen.

Diese Erfahrungen können jederzeit reaktiviert werden, besonders in der Schwangerschaft und der Geburt.  Auf der ISPPM-Tagung in Stolpen sprach Anne Verwaal, eine niederländische Kinderkrankenschwester und Schwangerschaftsbegleiterin, die Geburten fotografiert, über ihre Erfahrungen. Sie zeigte Fotos einer vollkommen komplikationsfreien Hausgeburt. Auf einem Foto sitzt das Paar im Gebärpool, der werdende Vater stützt seine Frau, die sich an ihn lehnt. Das nächste Foto zeigt den Vater mit schmerzverzerrtem Gesicht, die Augen zusammengekniffen. beide Hände hat er zu Fäusten geballt und presst sie an seine Schläfen. Die Hebamme hatte gerade gesagt, dass der Muttermund vollständig ist und das Baby jetzt kommt. In diesem Moment schrie er: „Jetzt sterben wir. Jetzt sterben wir.“ Das Baby kam ganz ruhig wenige Minuten später aus seiner Mama geschlüpft. 

Bei der Fotoübergabe zeigte Anne Verwaal dem Vater das Foto und fragte ihn, was da passiert sei mit ihm. Er hatte keine Erklärung,  konnte sich nicht mehr daran erinnern. „Was weißt Du über Deine Geburt?“ fragte sie weiter. „Nichts.“
„Lebt Deine Mutter noch? Können wir sie fragen?“  So erfuhr der Vater, dass er während seiner Geburt im Geburtsweg stecken geblieben und mit der Zange herausgezogen worden ist.

Babys können während der Geburt ohnmächtig werden oder Nahtoderfahrungen machen. Er wurde mit der Zange herausgezogen. Seine pränatale Traumatisierung wurde in dem Moment der Geburt seines Kindes reaktiviert, als er sie während seiner eigenen Geburt erlitten hatte.

Ähnliches erlebte ich während eines Spaziergangs mit einer Frau, die schwangere Frauen bei der Organisation der Alltäglichkeiten unterstützt. Ich erzählte von den im Zellgedächtnis gespeicherten prä- und perinatalen Erfahrungen. „Doris, während ich Dir zugehört habe begann es rechts und links in meinem Kopf zu pochen und ein Druck baute sich auf. Ich habe seit meiner Kindheit Kopfschmerzen und Migräne. Ich bin eine Zangengeburt.“

Auch Dein Klinik-Geburtsbegleitungs-Team trägt solche Erfahrungen in sich. Deshalb setzen sich Pränatalpsychologen und Babytherapeuten dafür ein, dass Hebammen, Gynäkologen und Geburtshilfe-Fachärzte ihre eigenen prä- und perinatalen Erfahrungen in Selbsterfahrungen verarbeiten.

Denn auch sie können während ihrer Arbeit Reaktivierungen von Traumata erleiden oder unbewusst rekonstruieren. Die menschliche Seele versucht sich selbst damit zu helfen, dass sie diese schmerzhafte Erfahrungen rekonstruiert. 

Eine Geburt ist ein Prozess, in dem der Körper den Gefühlen folgt.
Ich bin begeistert, dass die Forschungen der Neurobiologie, Epigenetik, Neuropsychoendokrinologie, Neuropsychoimmunologie, Pränatalpsychologie mit den heute technischen Möglichkeiten durch MRT belegen.

Möchtest Du mehr darüber wissen, wie Du Alles um Dich herum ausblenden kannst, was den guten Verlauf Deiner Geburt stören kann? Wie Du während der Geburt ganz bei/in Dir und mit Deinem Baby verbunden bleiben kannst. Dein Baby bewusst durch die sensible Geburtssituation begleiten kannst? 

 

 

11 Fragen für werdende Eltern beim Informationsabend in der Geburtsklinik

So oft werde ich gefragt, ob es Kennzeichen für eine gute, fürsorgliche und für Dein Baby und Dich sichere Geburtsbegleitung in der Klinik gibt. Na klar, gibt es die! 

Woran kannst Du im Vorfeld erkennen, ob Du in Deiner Wunschklinik genau die Geburtsbetreuung bekommst, die Du Dir für die sensibelsten Stunden in Deinem Leben und im Leben Deines Babys wünschst? Mit den richtigen Fragen beim ElternInformationsabend wird es Dir Dein Bauchgefühl sagen. Wer hält den Vortrag? Stellt sich das Team zusammen vor, also Hebamme, Chefarzt, Kinderarzt, Kinderkrankenschwester? Trägt der Arzt einen Arztkittel? Dies ist ein Hierarchie-Symbol. Achte Deine Körpergefühle und beobachte die nonverbalen Botschaften in Körpersprache und Tonfall beim Klinikpersonal. Bitte, vertraue Deinem Bauchgefühl! 

#Frage Nr. 1:  Welche Grundhaltung hat der Chefarzt?

Wird die Geburtsstation von einem Chefarzt geleitet, der den natürlichen weiblichen Gebärkräften und den Kompetenzen ungeborener Babys vertraut und weiß, dass jedes Baby mit seiner Mutter einen eigenen Gebärrytmus hat, wirst Du dies schon an der Atmosphäre beim Informationsabend sehen/spüren können. Was solltest Du über den Chefarzt wissen?

Ganz wichtig: Beherrscht er das geburtshilfliche Grundhandwerkszeug? Kann er  physiologische Anleitungen/Handgriffe sicher anwenden? Gibt Er/Sie Dir und seinen Hebammen genügend Zeit, Eure Geburt physiologisch natürlich zu vollenden?  Bei Kaiserschnittraten mit regionalen Unterschieden zwischen 18 und 80 % ist es logisch, dass je nach Herkunft des Arztes seine Unsicherheit/Operationsfähigkeit oder seine Souveränität/Geburtshilfekompetenzen überwiegen. Gleiches gilt für die handwerklichen Kompetenzen von Hebammen.

Denkt und handelt er bindungsorientiert? Je weniger der Chefarzt dem natürlichen Geburtsprozess vertraut oder je mehr er die Wirtschaftlichkeit seiner Abteilung vor die Bedingungen für eine gute prä- und perinatale Mutter-Kind-Bindung stellt, desto größer die Wahrscheinlichkeit für Geburtseinleitung und einen technisch geleiteten Geburtsverlauf mit den dadurch hervorgerufenen Komplikationen. Da Hebammen die Hüterinnen der natürlichen Gebärkraft von uns Frauen sind, können im Hintergrund ungelöste Teamkonflikte auf den Geburtsverlauf wirken. Gebärende und  ungeborene Baby – Ja! Auch Dein Baby – haben so feine Antennen, dass sie das Gras wachsen hört, selbst wenn es fünf Kilometer entfernt wächst. Das hat die Biologie für unser Überleben während der Geburt eingerichtet. Das Baby ist mit der Gebärmutter und seiner Mutter in einem ständigen Austausch. Manchmal stoppen die Babys die Geburt, die Gebärmutter stoppt die Geburt, wenn Du „zwischen die Fronten“ des Konflikts geraten bist.

#Frage Nr. 2: Wieviele Tage nach dem ET leiten sie die Geburt ein?

Ein entspannter Oberarzt behandelt Dich nach dem Grundsatz, dass nur 4 % der Babys am errechneten Geburtstermin ihre Geburt beginnen und der Geburtstermin genau genommen ein Geburtsmonat ist. Als ich in allen Bonner und umliegenden Geburtskliniken meine InformationsAbendTour gemacht habe, fand ich eine Klinik mit einer besonders bindungsorientierten Atmosphäre, die sich in der Ausstattung und den Worten des Vortrags zeigte. Die Hebamme verriet mir: „Unser Oberarzt verflucht den ET. Am liebsten würde er ihn gar nicht in den Mutterpass eintragen und stattdessen einen Geburtsmonat daraus machen.“

Prof. Sven Hildebrandt, der ehemalige Vorsitzende der ISPPM setzt sich für eine Änderung der Leitlinien für Kliniken ein und fordert als alleinige Indikation für die Geburtseinleitung eine gesichert festgestellte  Plazentainsuffizienz.

#Frage Nr. 3: Wieviele Hebammen betreuen pro Schicht wieviele Geburten?  Wieviele Hebammen sind in Abrufbereitschaft?

Diese Frage habe ich bei einem Informationsabend sehr vorsichtig formuliert. Die Ärztin wurde sofort unruhig, sprach von drei bis fünf Geburten und sagte, es können auch schon mal acht Geburten sein bei drei Hebammen. Am Ende des Abends sprach sie von 10 Geburten pro Schicht. Monate später erfuhr ich von einer dort arbeitenden Hebamme, dass sie auch 15 Geburten pro Schicht haben. 

Dies sind wirklich schwere Arbeitsbedingungen für Klinikhebammen und Unwägbarkeiten für Deine Betreuung, die zeigen wie wichtig es heute ist, sich so gründlich vorzubereiten, dass Du und Dein Mann in der Eröffnungsphase autonom Eure Geburt „steht“. In meiner Praxis erlebe ich, dass die Paare in Kliniken sehr gut betreut werden, weil sie im Vorfeld den Ärzten und Hebammen Sicherheit gegeben haben, dass sie Verantwortung für die praktische Gebärarbeit (Atmen, Entspannen, Entspannung vertiefen, Bindung zum Baby, Emotionale Unterstützung der Mutter, Trinken und Essen) übernehmen und sich die Betreuung auf die für die Geburtsphase notwendigen Anleitungen konzentrieren kann. Das entlastet das Klinikpersonal. Ich wusste gar nicht, welche Aufgaben Hebammen in einer Schicht haben. Die Tür klingelt, das Telefon klingelt, die Station will was, und und und. Den ganz normalen Schichtwahnsinn einer Klinikhebamme kannst Du im Buch von Lili Stollowsky über die Abschaffung eines Berufs lesen. Aber bitte nur, wenn Du ein werdender Vater bist. Werdenden Mamas empfehle ich: Bitte nur schöne, stärkende Erfahrungen und nur schöne Geburtsgeschichten: Dein Kind hört und fühlt alles mit. 

#Frage Nr. 4: Mit wieviel Zentimeter Muttermundöffnung komme ich in den Kreißsaal? 

Professor Abou-Dakn, Chefarzt einer Berliner Level1-Geburtsklinik mit ca. 3000 Geburten/im Jahr sagte in einem Vortrag, dass Eltern bitte erst mit 6 Zentimeter Muttermundöffnung in die Klinik kommen mögen, da die Geburt für Mediziner zu diesem Zeitpunkt beginnt. Er wünscht sich, dass Frauen sich selbst ermächtigen und mit mehr Autonomie in der Klinik gebären.

#Frage Nr. 5: Beginn der Geburt durch Blasensprung: Wann leiten sie die Geburt ein? Bekomme ich die Zeit, die mein Baby und ich für einen natürlichen Beginn der Wehen benötigen?

Leider ist die Gelassenheit der 80er und 90er Jahre vorbei, als 10 Tage nach ET bei unauffälligem CTG und Ultraschall ein Arzt das Wort „Einleitung“ erst nach 48 Stunden ausgesprochen und für den Fall angekündigt hat, dass sich bis zum nächsten Tag „nichts tut“.  

Nach einem Blasensprung wird heute sehr schnell mit Zytotec oder künstlichem Oxytocin eingeleitet. Hierdurch finden die Frauen oftmals ihren eigenen Gebärrythmus nicht. Die Wehen sind weniger geburtswirksam aber schmerzhafter. Die Frauen können sich zwischen den Wehen kaum erholen, eine Überstimulation mit Dauerwehen ist gar nicht so selten. Babys geraten schneller in Stress. Die schlimmste der mit Zytotec in Verbindung gebrachten Komplikationen ist die Fruchtwasserembolie. Sie ist sehr selten, aber sie passiert. Ich habe mich mit ihr auseinandergesetzt, als die Schwiegertochter einer Bekannten diese Komplikation nach der Einleitung mit Zytotec erlitten hatte und Mutter und Baby mehrere Wochen auf der Intensivstation in Lebensgefahr waren.

Daraus ergibt sich 

#Frage Nr. 6:  Wo werde ich in dieser Zeit untergebracht? Ich will meinen Mann während der gesamten Zeit bei mir haben. Geht das?

Ich kann Dir nicht empfehlen, dass Du Deinen Mann nach Hause schickst. Manche meiner Klientinnen, die sich zur zweiten Schwangerschaft bei mir meldeten, haben dies in ihrer ersten Geburt getan und später bereut. Eine Gebärende war nachts mit einem frisch geborenen Säugling und seiner Mutter im selben Zimmer. Ein Paar hat die Nacht im Auto verbracht, weil der werdende Papa nach Ende der Besuchszeit von den Schwestern nach Hause geschickt worden ist. Das Paar wollte ambulant entbinden und ein Familienzimmer in dieser Klinik kostet 180 Euro/Nacht. Ich finde dies für ein Krankenhausbett mit Krankenhausessen unverschämt teuer. Es gibt weniger Familienzimmer als gebraucht werden.

Der Geburtsprozess ist eine heilige Zeit, Eure Krönung in einem Fest der Liebe. Jede Minute solltet Ihr diese sensible prägende Erfahrung  bewusst GEMEINSAM erleben  und Euch fürstlich versorgt und geborgen fühlen dürfen. 

#Frage Nr. 7: Wie sieht ihre Geburtshilfe ganz praktisch aus? Begleiten sie bindungsorientiert?

Mit dieser Frage kannst Du herausfinden, ob Deine Vorstellungen mit den Realitäten in der Klinik übereinstimmen. Bestimmt wünschst Du Dir Anregungen, wie Du Dich entspannen und mit einer gebärmutterfreundlchen Atmung Deinen „Geburtsschmerz“ selbst auf das Niveau einer PDA-Betäubung herunter regulieren kannst.  Erwartest Du Anleitungen, falls Du zu flach atmest und Dich anspannst? Damit Du Dich auf die Realität in der Klinik einstellen und Dir frühzeitig die Fähigkeiten für eine möglichst komplikationsfreie schmerzarme und für Dein Baby und Dich schonende Geburt aneignen kannst, empfehle ich Dir genau nachzufragen. In den meisten Kliniken ist üblich, dass Deine Geburt während der Eröffnungsphase (dies ist oftmals die längste Phase der Geburt) maschinell überwacht wird (CTG, dies ist für die Babys sehr unangenehm) und eine Hebamme kurz mal nach Dir schaut.

Du möchtest mehr über bindungsorientierte Geburt wissen. Schau einmal hier bei Greenbirth und in diesem Video.

Unwissenheit bringt Euch in die Abhängigkeitshierarchie Arzt/Hebamme – Patient, dem geholfen werden muss. Trefft in eigener Verantwortung Entscheidungen, bereitet Euch so vor, dass Ihr verantwortungsvolle werdende Eltern, informierte Patienten seid, die eine ordentliche DIENST-LEISTUNG erwarten und bekommen. Hinterfragt das Risikodenken, mit dem Schwangerschaft und Geburt pathologisiert und schon ungeborene Babys auf die Erfüllung von Normen reduziert werden. Fachleute beobachten mit Sorge, dass die Vielzahl an Vorsorgeuntersuchungen-IGEL-Leistungen die Verunsicherung bei Schwangeren vergrößern.
Auch Ihr werdet geboren. Ihr werdet nach einer gelassenen guten Geburt voller Freude und Stolz ein tiefer und stabiler miteinander verbundenes Liebes- und Elternpaar mit erheblich weniger Konflikten sein, als es gemeinhin üblich ist.

#Frage Nr. 8: Ich will, dass die Nabelschnur auspulsiert und so lange mit meinem Baby verbunden bleibt, bis die Plazenta geboren ist. Dies soll ohne Eingriffe (Spritze) passieren. Geht das?

Wenn Dein Baby auf Deinem Bauch angekommen ist, hat es unzählige haptische und emotionale Eindrücke von seinem Geburtsweg zu verarbeiten. Es möchte sich verschnaufen und in Ruhe an die Weite, die wechselnden Temperaturen, das hellere Licht, die lauteren Geräusche gewöhnen. Der erste Atemzug ist für das Baby schmerzhaft. Die Plazenta war für Dein Baby ähnlich wie ein Geschwisterchen, mit dem es lange verbunden gewesen ist. Pränatalpsychologen haben beobachtet, dass ungeborene Babys mit der Plazenta schmusen. Deshalb hat Dein Baby einen sehr viel behutsameren Anpassungsprozess, wenn es im eigenen Tempo beginnen darf zu atmen, auch mal einen Atemzug lang aussetzen darf. Nach der Geburt fließt noch viel Blut mit Nähr- und Immunstoffen zu Deinem Baby, so daß es nach der Geburt kaum Gewicht verliert. Durch die noch vorhandene Verbindung zum Baby verläuft die Geburt der Plazenta schneller und komplikationsfreier.

Geburtskomplikationen 

Nun komme ich zu den Methoden, mit denen Ärzte Geburten technisch beenden. Für Babys, Mütter und Väter sind diese Erfahrungen häufig mit Gefühlen von Ohnmacht, Ausgeliefertsein, Todesangst und schweren Geburtsverletzungen der Frau, Verletzungen des Babys (KISS, Blutergüsse/Geburtsgeschwüre am Kopf und emotionalen Wunden verbunden.

Der Geburtsstillstand ist eine häufig vorkommende komplexe Komplikation, die laut Prof. Sven Hildebrandt nur vor der Geburt durch das Erkennen und Bearbeiten versteckter innerer Konflikte oder eigener prä- und perinatal erlittener Bindungsverletzungen und eine gründliche Schulung der werdenden Eltern für ihre Gebärarbeit verhindert werden kann.

Treten während der Geburt Komplikationen auf, was die heutige technisierte Geburtshilfe, Personalmangel, Leitlinien und Erfordernisse des wirtschaftlichen Gewinns begünstigen, können Ärzte und Hebammen nur noch schauen, dass Mama und Baby körperlich gesund bleiben. Quelle: Sven Hildebrandt, Der Geburtsstillstand als komplexes Problem der modernen Geburtshilfe, Jahrbuch der Dresdner Akademie für individuelle Geburtsbegleitung 2010

Hierfür haben sie drei Mittel. Daran, wie häufig sie eingesetzt werden, erkennst Du, ob Du in einer bindungsorientierten sicheren Geburtsklinik bist, die Dich in Deinem Sinne unterstützt, Dein Kind behutsam natürlich zu gebären:

#Frage Nr. 9: Wie hoch ist ihre Kristellergriff-Rate?

Hier drückt ein Arzt mit seinem Körpergewicht seinen Unterarm in Rippenhöhe in den Bauch der Frau und drückt das Baby heraus. Der Damm der Frau wird vorher tief eingeschnitten. In Frankreich ist dieser Griff aufgrund der hohen Verletzungsgefahr verboten, in Deutschland wird er eingesetzt,  in den Klinikstatistiken wird er nicht genannt.
Ein Baby, das so geboren worden ist, hat extreme Gewalt durch Zusammendrücken erlebt mit dem anschließenden Verlust von Halt. Stell Dir das einmal vor: Du bist mit dem Kopf vor einer unnachgiebigen Wand und von hinten drückt Dich ein Riese durch die Wand.

Typisches emotionales Muster bei Kristellergriff-Kindern ist, dass sie sich sehr schnell unter Druck fühlen, Dinge beginnen und abbrechen,  sich steif machen und schreien, wenn ihnen körperliche Nähe, Kuscheln angeboten wird.
Frauen beschreiben diese Erfahrung nach ihrer Geburt so: „Dann kam der Arzt ins Zimmer gestürzt und schmiss sich auf meinen Bauch. Ab da war ich nicht mehr in meinen Körper, ich war wie neben mir und habe irgendwann mein Baby auf meinem Bauch gespürt. Aber ich konnte mein Baby gar nicht anschauen“.  Diese Schilderung beschreibt eine ganz natürliche Schutzreaktion des Körpers bei Traumata: Dissoziation.

Jenö Raffai, der Entwickler der Schwangerschaftsbegleitung Bindungsanalyse, erzählte einmal von einer Geburt, in der das Baby über lange Zeit im Geburtsweg blieb und sich keinen Milimeter nach vorne bewegte. Dies blieb so lange unverändert, dass es wirklich gefährlich für das Baby wurde. Emotionale Geburtshindernisse, Stress während der Geburt, mechanische Geburtshindernisse: alles schied als Ursache aus. Bevor die Ärzte „handgreiflich“ werden mussten beugte sich der Vater über den Bauch und sagte zu seinem Sohn in strengem Ton: DU MUSST DA JETZT RAUSKOMMEN!!!  Mit der nächsten Wehe kam das Baby heraus. Du siehst, es gibt wesentlich sanftere Möglichkeiten durch die vorgeburtlichen Förderung der Mutter-Kind-Bindung, mit der ungeborene Babys und Eltern über die Zeit der Schwangerschaft ihre Nabelschnur der Seele kennenlernen und in direkten Dialogen wechselseitig ihre Botschaften miteinander kommunizieren. Babys arbeiten mit, sie wollen mitarbeiten und freuen sich, wenn Eltern ihre kognitiven, emotionalen und sozialen Kompetenzen ernst nehmen.

#Frage Nr. 10: Wie oft werden Geburten mit Saugglocke/Zange beendet?

Die Saugglocke sieht durch ihre kleine Haube recht harmlos aus, man möchte ihr gar nicht zutrauen, dass sie mit der Kraft eines ausgewachsenen Elefanten ein Baby aus dem Bauchs einer Mutter herauszieht. Ja! Du hast richtig gelesen. Die Saugglocke erzeugt ein Vakuum am Kopf eines Babys und zieht es heraus. 

Findest Du nicht auch, dass damit ein Baby wirklich nur dann traumatisiert werden sollte, wenn es in absoluter Lebensgefahr schwebt? Natürlich ist es am Besten, wenn es soweit erst gar nicht kommt. Die Natur hat Dein Baby und Dich dafür bestens ausgestattet.

Die Zange ist für das Baby weniger belastend, natürlich hinterlässt auch sie im zellulären Körpergedächtnis einen Inprint, der im späteren Leben reaktiviert werden kann. Jedoch erfordert ihre Anwendung eine größere Fingerfertigkeit des Arztes. Die besitzen Ärzte heute weniger.

Ist mein Baby wirklich in Gefahr? Woran erkennen sie das? Was würde passieren, wenn wir zuwarten?

Dies sind drei der Fragen, die die werdenden Väter für ihre Unterstützungs- und Supportarbeit mitnehmen in die Geburt, um damit unnötige Eingriffe von notwendigen unterscheiden zu können.
Ich erinnere mich daran, dass bei der Geburt meines ersten Hypnobirthing-Paares die Herztöne des Babys in der Geburtsphase (die Ärzte sagen Austreibungsphase) Stress anzeigten. Die Mutter hat bemerkt, dass es irgendwie schwierig wurde. Das Baby rutschte immer wieder zurück und sie spürte etwas Spitzes. Die Eltern aus meiner Geburtsvorbereitung stimmen ihren Job im Kreißsaal aufeinander ab. Die Väter haben die Aufgabe vor der Tür die Untersuchungsergebnisse entgegenzunehmen. Die Ärztin wollte die Geburt mit Saugglocke beenden, weil sie den Verdacht auf Sauerstoffmangel hatte. Die Väter aus meiner Geburtsvorbereitung wissen, wie sie die Empfehlungen der Ärzte auf deren medizinische Notwendigkeit hinterfragen und ihre Frauen vor Störungen während der Geburt beschützen. Die Mütter gehen nach den Wochen der Bindungsanalyse mit einem sicheren Bauchgefühl mit ihrem Baby verbunden und können so meistens noch vor dem Arzt erkennen, wenn das Baby Hilfe braucht. Durch die gemeinsam geübten tiefen Atmungen wusste der Vater, dass seine Frau während der Geburt richtig geatmet hatte und flaches angst- und anspannungsbedingtes Atmen mit einhergehendem Sauerstoffmangel in der Gebärmutter ausschied. Er verhandelte mit der Ärztin, dass sie den Sauerstoffgehalt des Babys misst. Dies ist ein kleiner Piks am Kopf des Babys. Die Ärztin staunte über den hohen Sauerstoffgehalt, den sie sonst bei Geburten nicht hat. Die Ärztin beruhigte sich und kurze Zeit später kam ein kleiner Junge salutierend mit dem Ärmchen vorm Gesicht zur Welt.


#Frage Nr. 11: Wie hoch ist Ihre Kaiserschnittrate?

Diese Frage wird immer gestellt. 10 bis 15 % Kaiserschnitte sind laut Weltgesundheitsorganisation medizinisch begründet. Für eine höhere Kaiserschnittrate gibt es keinerlei Notwendigkeiten. Der Kaiserschnitt sollte wirklich nur dann eingesetzt werden, wenn das Leben von Mutter und/oder Baby gerettet werden muss. Die Kaiserschnittrate in Deutschland hat sich in 20 Jahren verdoppelt und ist regional sogar noch höher, obwohl sich weder am Geburtsprozeß noch an der Physiologie der Frauen und Babys etwas verändert hat. Logischerweise muss es daher andere Gründe für die Zunahme auf bis zu 80 % geben.

Auch bei einer Kaiserschnittgeburt können die Abläufe an die seelischen Bindungsbedürfnisse von Dir und Deinem Baby angepasst werden. In den Ablöse- und Geburtsvorbereitungsstunden der vorgeburtlichen Förderung der Mutter-Kind-Bindung (Bindungsanalyse) wird dem Baby detailliert erklärt, was während seiner Geburt passieren wird. Auch auf eine Kaiserschnittgeburt wird es so vorbereitet. Die Erfahrungen zeigen, dass die so vorbereiteten Babys nach der Geburt keins der typischen Anzeichen für ein Geburtstrauma zeigen.

Ich hoffe, dass ich Dir mit den Fragen helfen kann, eine gute Geburtsklinik für Dich zu finden, die Dir Deine Wünsche an Sicherheit, emotionaler Geborgenheit und medizinisch guter Versorgung bietet. Ich erinnere mich daran, dass ich „oder soll ich in ein Krankenhaus mit angeschlossener Kinderklinik gehen, da ist mein Kind sicherer“. Meine Schwangerschaften waren unauffällig und auch nachdem mein zweites Kind in der 19. Woche gestorben war, gab es medizinisch keinen Grund für eine Klinik mit Neonatologie auf der gleichen Etage. Hausgeburten haben wesentlich bessere Geburtsverläufe als Klinikgeburten, sie sind sicherer. Auffällig finde ich, dass alle Frauen mit erlittenen Geburtstraumata aus einem Krankenhaus kamen. Die Größe und Modernität des Krankenhauses sagt NICHTS über Sicherheit für Dich und Dein Kind aus. 

Deine Rechte und Verantwortungen

Bitte, mache Dich jetzt nicht verrückt. Wenn Du Dich praktisch und emotional vertraut machst mit Deinen Rechten und Verantwortungen und die Schwangerschaft für eine grundlegende Geburtsvorbereitung sinnvoll einsetzt, kannst Du im Vorfeld für eine wunderschöne Geburtserfahrung sorgen, an die ihr Euch voller Stolz und Freunde erinnert werdet. 

Möchtest Du mehr über die vorgeburtliche Förderung der Mutter-Kind-Bindung wissen, mit der nach 7.000 Geburten weniger als 10 % Kaiserschnitte (das ist weniger als die Weltgesundheitsorganisation für medizinisch begründet hält) notwendig gewesen sind? 

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Diese wundervolle Erfahrung teile ich für alle werdenden Mamas mit Sorgen um ihr Ungeborenes.

Liebe Doris,
wir, das sind vor allem M. und ich, sowie J. und N., danken dir von ganzem Herzen für deinen so wichtigen Beitrag in unserer echt anstrengenden Schwangerschaft. Leider erst viel zu spät haben wir uns kennen gelernt, doch dann hast du es mit deinem offenen Ohr und Sachverstand geschafft, dass ich meinen Schwangerschaftsverlauf verstehe und annehme. Durch die Arbeit an den Hintergründen für die Komplikationen haben die für Moritz bedrohlichen vorher so schmerzhaften Wehen nachgelassen. Ich habe mit Deinen Atemanleitungen gut entspannen können. Dank deiner Leitung in der Bindungsanalyse und den Gesprächen mit meinem Baby und meiner Gebärmutter konnte ich die Seelenbotschaften erkennen und bearbeiten. Man denkt gar nicht, wie ein „Gespräch“ mit dem Kind schon in der Schwangerschaft gut tut und beim Auflösen von Komplikationen hilft! Ich bin sehr streng mit mir und besonders mit meinem Körper umgegangen. Ich habe ihm nichts zugetraut und gleichzeitig viel abverlangt; du hast es geschafft, dass ich seine Signale anders verstehe und ihm zum ersten Mal vertraue!

Wie sehr hatte ich mir gewünscht, dass ich mein zweites Baby zu Hause zur Welt bringen kann. Mit deiner Anleitung haben wir es dann also bis zur 39. SSW geschafft nach drei Monaten strenger Bettruhe. Noch heute, 6 Monate nach der HausGeburt , klopfe ich mir für diese Leistung auf die Schultern und streichle meine Gebärmutter!

Ich habe jetzt durch diese Erfahrungen in den Sitzungen mit dir, einen neuen Blick auf Problemschwangerschaften und werde vieles in meiner eigenen Arbeit anwenden.

Unser M. ist ein Kind, dass ich mit anderen Augen sehe! Er hat ein Durchsetzungsvermögen und eine laute Stimme, um immer gut auf sich aufmerksam zu machen. Er ist ein so freundliches Kind, leicht zu begeistern, aber auch schnell zu überreizen. Er schreit sich noch immer oft in den Schlaf und sucht viel Körpernähe (was bei den Temperaturen echt anstrengend ist). Aber ich genieße es auch, ein so anderes Kind zu haben, als N. es war! Jetzt, mit M., weiß ich, dass ich nach der ersten Geburt für Monate im Tunnel gelebt habe und mein Baby und Mamasein nicht genießen konnte. Hilfe hätten wir damals gut gebrauchen können, wussten aber nicht wohin. Jetzt weiß ich es!

Ansonsten ist unser Familienleben deutlich entspannter. N. liebt seinen Bruder aus tiefstem Herzen und hatte ungelogen noch nicht eine Eifersuchtsphase, sondern hat M. von Anfang an in sein kleines Herz geschlossen. Ich bin immer so stolz auf ihn! Er hat alles so gut mitgemacht und so viel Verständnis für meine Schwangerschaft gehabt und ich weiß, dass das nicht selbstverständlich war!! So sind nicht alle Kinder!

Wir sagen danke und wünschen dir mit deiner Arbeit an den Familien weiterhin viel Freude. Ich habe gemerkt,  wie sehr du das liebst und hoffe, dass noch viel Paare zu Dir kommen und von deinem Können profitieren!

Es umarmt dich die Familie M.  (September 2016)


Die gleichen Symptome in zwei Schwangerschaften

F, Hebamme in ihrer dritten Schwangerschaft (eine Fehlgeburt in der frühen Schwangerschaft), meldete sich bei mir in der 30. Schwangerschaftswoche. Seit der 13. Woche kämpfte sie sich liegend durch jeden Tag, damit sie dieses Baby „wenigstens bis zur 37. Woche“ im Bauch behält. Wie in der zweiten Schwangerschaft hatte sie vorzeitige Wehen und ihr Muttermund hatte sich trichterförmig geöffnet. Sie kannte die Erfahrung,  in der 31. Woche ein Frühchen zur Welt zu bringen und die Strapazen danach.  Sie konnte den seelischen Auslöser für ihre Komplikationen finden und bearbeiten. Nachdem sie die Verantwortung hierfür übernehmen konnte, verschwanden die Schwangerschaftskomplikationen. Von Anfang an habe ich fest daran geglaubt,  dass ihr Baby bis zu seinem natürlichen Geburtstermin im Bauch bleiben wird. Das Baby kam in einer 1,5-stündigen Hausgeburt zur Welt.

Bist Du neugierig geworden? hier findest Du weitere Informationen über die vorgeburtliche Förderung der Mutter-Kind-Bindung in Kombination mit der Geburtsvorbereitung Hypnobirthing.

Schwangerschaft Bindungsanalyse Vorzeige Wehen Doris Lenhard

Die Geburt beginnt. Wann fahre ich am besten ins Krankenhaus?

Das ist DIE FRAGE jeder werdenden Mama. Beschäftigt auch Dich diese Frage?


Bei der ersten Geburt sind werdende Eltern oft unsicher. Sie kommen früh in der Klinik an. Früh bedeutet,  dass der Muttermund vielleicht 1 oder 2 Zentimeter geöffnet ist, manchmal auch noch gar nicht.  Immer wieder höre ich von Müttern nach der Geburt, dass ihr Muttermund sich über Stunden nicht bis zur Vollständigkeit geöffnet hatte. Sie wollten alles richtig machen, vertrauten den Eingriffen, die ihnen vorgeschlagen worden sind.

Wann beginnt eigentlich die Geburt?

Für Hebammen und Ärzte beginnt die Geburt, wenn der Muttermund 6 Zentimeter geöffnet ist. Vorher nennen sie den Zeitraum Latenzphase und überwachen die Geburt mit CTG. Heute ist es sehr unwahrscheinlich, dass Du während der ganzen Geburt eine Hebamme an Deiner Seite haben wirst, die Dir hilft, dich zu entspannen und richtig zu atmen. Denn bis 6 Zentimeter Muttermundöffnung können Wellen unterschiedlich sein. Mal schwächer, mal stärker, mit kurzen Pausen und dann wieder mit längeren Pausen. Manchmal hören die Wellen auch wieder ganz auf. Das ist übrigens sehr gesund. Die Gebärmutter, das Baby und die Mama brauchen eine Pause. 

Zwei meiner Klientinnen waren bei ihrer ersten Geburt, für die sie sich in einem üblichen Geburtsvorbereitungskurs vorbereitet hatten, auch so früh in die Klinik gefahren. Dann erlebten sie Eingriffe, mit denen sie nicht gerechnet hatten, fühlten sich überrollt. Ein Baby wurde gewaltsam mit der Saugglocke herauszogen, das andere gewaltsam mit Kristellergriff herausgedrückt. Nun waren sie zum zweiten Mal schwanger. Je näher der ET kam, desto stärker spürten sie ihre Angst und baten mich, sie zu begleiten und sie mit Hypnobirthing auf die Geburt vorzubereiten.

Hypnobirthing Geburtsvorbereitung für Selbstsicherheit und Selbstvertrauen

Besonders erinnere ich mich an zwei werdende Mütter mit traumatischen ersten Geburten und panischer Angst. In meine Hypnobirthing Geburtsvorbereitung fließen auch meine Erfahrungen mit der vorgeburtlichen Vertiefung der Mutter/Eltern-Kind-Beziehung ein. Die werdenden Mamas entdeckten damit ihr Selbstvertrauen für die Geburt ganz neu und setzten ihren Plan in die Tat um: Möglichst spät in der Klinik ankommen!

Hab ich Dich neugierig gemacht? Lies ihre Rückmeldung in ihrem Geburtsbericht.
Bist Du gerade auf der Suche? Dein Baby und Dich begleite ich gerne und bereite Euch auf Euren großen Tag vor. So findest Du mich