Bindungsanalyse

Bindungsanalyse®
Vorgeburtliche Förderung der Mutter-Kind-Bindung
nach Dr. Jenö Raffai

Die Bindungsanalyse ist eine besondere Form der seelischen Schwangerschaftsbegleitung. Die Bindungsanalyse lädt Dich ein, die Einzigartigkeit Deines Baby schon vor der Geburt intensiv kennenzulernen und Dein Baby liebevoll einzubinden in die Vorbereitung auf Eure große Lebensumstellung. Den Tag Eurer Heldenreise GEBURT. Ihr beide werdet geboren. Dein Baby in die Welt. Du in die Welt der Mütter. 

Der Papa, Dein Partner, wird ausserdem auch geboren: in die Welt der Väter. Demnach seid  IHR DREI  schon mitten drin: Auf Eurer ganz eigenen Reiseroute. Aber findest Du es ebenfalls ausgesprochen schade, dass die Väter wenig wirklich eingebunden und angeleitet werden von Ärzten und Hebammen in alle für sie wichtigen Fragen und den Bindungsaufbau zum Baby? Es ist ein Mythos, dass Männer mit ihrem Fötus-Kind nicht ebenso intensiv kommunizieren können. In meiner Bindungsanalyse-Begleitung erlebe ich täglich das Gegenteil! Regelmäßig darf ich die Freude, Erleichterung und den Einsatz der werdenden Väter mit erleben, wenn sie aktiv mitfühlen, sich mit ihrer Partnerin zu einem harmonischen Elternpaar entwickeln können. Deswegen lade ich die Väter sehr sehr gerne mit ein.

Jede Expedition beginnt mit einer gründlichen körperlichen, emotionalen und intellektuellen Vorbereitung. Bestenfalls wird sie von einem ortskundigen Reiseführer begleitet, weil sich die Reisenden mit dessen Ortskunde unvergesslich schöne Erfahrungen für ihr Buch des Lebens und die Erweiterung ihres Horizonts erleben wollen.  Aus diesem Grund bin ich von Herzen gerne Eure vorgeburtliche Bindungs-Reiseführerin und entführe Euch in den Babystunden in die geheimnisvolle Welt Eures Babys im Bauch. 

Aus der Sicht einer Mutter*
Was bringt die Bindungsanalyse®?

Mütter sagen schließlich, dass die Bindungsanalyse® im Grunde genommen eine besondere Bereicherung gewesen ist. Christina beschreibt dies so:

„Für mich war die Bindungsanalyse ein im Trubel des Alltags bewusstes Zeitnehmen für mich und mein Baby, jedoch unter Anleitung. Diese half mir, eine andere Sicht auf die alltäglichen Themen zu bekommen, um mich dem Moment der Bindung voll hingeben zu können.
In der Bindungsanalyse half mir Maria, Unbewusstes bewusst zu machen, indem sie mit viel Einfühlungsvermögen, Menschenkenntnis und Erfahrung Beschreibungen finden konnte, für die ich keine hatte. Dadurch konnte ich meine Gefühle in klare Worte fassen, damit ich an ihnen arbeiten konnte. Jetzt weiß ich, dass durch die Aufarbeitung vieler Themen, der Bindung zwischen meinem Baby und mir nichts mehr im Wege stand. Als Team in die Geburt zu gehen, ist viel einfacher, als wenn zwei Einzelkämpfer antreten. Daher bin ich mir sicher, dass diese Geburtsvorbereitung der Grund dafür war, dass meine beiden letzten Geburten so harmonisch und im Einklang verliefen. 
Mein Baby und ich waren uns einig, gemeinsam auf diese letzte, große, anstrengende und schmerzhafte Reise zu gehen, wobei wir vorher schon viele kleine Reisen hatten, in denen wir uns einander Vertrauen und Erfahrung schenkten. Wir wussten daher, wir können es. Bei der Geburt durfte ich den Kopf abschalten und konnte mich frei machen. Dadurch konnte ich mich bei der Geburt meinen Gefühlen hingeben, dem Gefühl zu meinem Baby, zu mir, zu uns.“

Mutter-Kind-Bindung. Was passiert da eigentlich?

Die Mutter-Kind-Bindung beginnt bereits vor der Geburt zu einem erstaunlich frühen Zeitpunkt. Bereits als kleines Zellwesen auf seinem Weg in die Gebärmutter nimmt das sich entwickelnde Kind auf der körperlichen Ebene den Kontakt und die Beziehung zu seiner Mutter auf. Jetzt knüpft es im Mutterleib für sein sich neu entfaltendes Leben die wichtigste und tiefgreifendste Bindung und Beziehung.

„Bindung ist das gefühlstragende Band,
das eine Person zu einer Anderen knüpft

und das über Raum und Zeit anhält“  John Bowlby

Von Anfang an sind Mutter und Baby während der Schwangerschaft eine Einheit, die sich beide den körperlichen Raum der Mutter und ebenso einen gemeinsamen seelischen Raum teilen.
Bereits ab dem Zeitpunkt seines Wachsens als befruchtete Eizelle ist dieses werdende Menschlein ein lebendiges Wesen mit Bewusstsein und sozialen sowie emotionalen Kompetenzen, wie die Forschungsergebnisse der Epigenetik, Zellbiologie und Embryologie beeindruckend belegen. Genau wie seine Mutter fühlt es und nimmt wahr. Das ungeborene Baby empfindet intensiv und spürt, ob es von seiner Mama als eigene Persönlichkeit wahrgenommen wird, ob sie ihm wohlgesonnen und zugewandt ist, ob sie es liebt, wertschätzt und ob es willkommen ist. So wie wir das im späteren Leben spüren können.

Beispielsweise sind innige, positive Bindungserfahrungen in dieser sensiblen Zeit von unschätzbarem Wert. Denn diese allerersten Erfahrungen bilden die Grundlage für das weitere Leben nach der Geburt.

Sinn und Entstehung der vorgeburtlichen Bindungsförderung nach Dr. Jenö Raffai?

Ihr Entwickler, Dr. Jenö Raffai und sein Lehranalytiker György Hidas haben diese präventive Schwangerschaftsbegleitung in Ungarn während ihrer 20-jährigen Forschungsarbeit seit den 1980er Jahren entwickelt, nachdem sie während der Behandlung eines an Schizophrenie erkrankten Jugendlichen erkannten, dass dieser ihnen Körper- und Gefühlsempfindungen beschrieb, als er Fetus im Bauch seiner Mutter gewesen war. Während der Schwangerschaft mit ihm war sein Vater gestorben.  Jenö Raffai sagte viele Jahre später, dass er den Moment finden wollte, an dem die Seele geboren wird. Den Zeitpunkt, an dem Verletzungen und Traumata noch ohne Narben heilen können. So entwickelten Jenö Raffai und György Hiddas seit den 1980er Jahren eine Schwangerschaftsbegleitung und nannten sie Bindungsanalyse.

Seit 10 Jahren werden in Deutschland Bindungsanalytikerinnen ausgebildet. Ich bin Jenö Raffai 2014 begegnet und wurde vor seinem Tod von ihm ausgebildet,  zusammen mit Dr. Ludwig Janus, Dr. Helga Blazy, Dr. Ursula Volz-de Boer. 

Positive Auswirkungen der Bindungsanalyse®

Nach rund 7000 in Ungarn, Belgien, Österreich, Luxemburg, Deutschland und Amerika begleiteten Schwangerschaften können wir demzufolge diese Auswirkungen beobachten …

… für die Schwangerschaft

  • Du kannst Deine Wahrnehmungsfähigkeit für Dich (Körper, Gefühle, Bedürfnisse, Seele) und für Dein Baby verstärken. Du lernst Dich auf Dein Baby einzustimmen und schenkst ihm die Erfahrung, dass seine Gedanken und Gefühle bei Dir aufgehoben und angenommen sind.
    Hierdurch gelingt auch Euer Miteinander nach der Geburt intuitiv entspannt.
  • Mütter konnten ihre Schwangerschafts- und Geburtsängste verringern. An diese Stelle entwickelst Du stark und demgegenüber ein starkes  Selbstvertrauen in ihre weiblichen Kompetenzen entwickeln. Hiernach erlebten sie die Geburten in der Regel gemeinsam mit dem Baby entspannt, natürlich, selbstbestimmt und ohne medizinische Interventionen.
  • Seelische Hilfe bei Komplikationen wie z. B. Blutungen, vorzeitigen Wehen, Cervix-Verkürzungen,  Frühgeburtstendenzen. Hieraus folgt, dass Symptome gelindert und vielfach ganz behoben werden können (verschwindend geringe Frühgeburtsrate von 0,2 % statt bundesweit durchschnittlich 9,2 %).
  • Die Intensivierung der vorgeburtlichen Mutter-Kind-Beziehung wirkt sich positiv auf den Verlauf der Schwangerschaft, auf den Geburtsprozess, die Stillbeziehung, sowie auf die gesunde Persönlichkeitsentwicklung Deines Kindes aus.

… für die Geburt

  • Mutter und Baby wachsen zu einem guten Geburtsteam zusammen, wodurch beide mit mehr Vertrauen und Entspannung durch den Geburtsprozeß gehen.
  • Deutliche Abnahme der Notwendigkeit medizinischer Interventionen zugunsten eines natürlichen Geburtsverlaufs. Die Geburten finden +/- 5 Tagen um den Geburtstermin herum statt, ohne medizinische Einleitung.
  • Deutlich verringerte KaiserschnittRate (gegenüber bundesweit bis zu 50 %).

… nach der Geburt

  • Bei rund 7.000 Bindungs-Analysen von Jenö Raffai und seinen Kollegen/Kolleginnen in Europa und USA keine postpartale Depression der Mutter (bundesweit bis 19 %, laut WHO ca. 20 % in den Industriestaaten).
  • Die Babys finden nach der Geburt einen guten Zugang zu ihren bereits entwickelten Fähigkeiten, sind ausgeglichen und nehmen neugierig mit ihrer Umwelt Kontakt auf. Schreizeiten um die 30 Minuten am Tag sind die Regel.

Gerne berate ich Dich persönlich. Ruf mich an und vereinbare einen Termin mit mir.


* Christine gebar ihr zweites Kind in vier Stunden und ihr Drittes in einer Stunde. Quelle dieses Berichts ist das im Dezember 2017 erschienene Buch meiner Bindungsanalyse-Kolleginnen Christa Balkenhol und Christine Karrasch „Mit Deiner Liebe wächst meine Seele“.