Bindungsanalyse

Bindungsanalyse® nach Hidas und Raffai

Vorgeburtliche Förderung der Mutter-Kind-Beziehung

Die Bindungsanalyse® ist eine besondere Form der seelischen Schwangerschaftsbegleitung.

Die Bindungsanalyse® ermöglicht Dir, Dein Baby, seine Gefühle sowie seine Lebenswelt in Deiner Gebärmutter schon vor der Geburt intensiv kennenzulernen. Du lernst, wie Du Dein Baby bewusst begleitest in der sensibelsten Zeit im Leben von uns Menschen. Dies ist besonders dann bedeutsam für die körperliche und seelische Entwicklung Deines Babys, wenn Dein Leben mit Stress (z.B. berufliche/private Konflikte, Stimmungsschwankungen, hektischer Alltag, gesundheitliche Probleme) belastet sein sollte.

Die Vorbereitung einer guten Geburt beginnt früh in der Schwangerschaft. Die Bindungsanalyse® ist außerdem  eine gründliche Geburtsvorbereitung. In den Babystunden am Ende der Schwangerschaft bereitest Du Dein Baby und Dich bewusst darauf vor, wie es sich seelisch und körperlich anfühlen wird geboren zu werden und zu gebären.  Hierdurch  verringerst Du nachweislich signifikant Euer Risiko für Geburtskomplikationen.

Deine seelische Entwicklung zur Mutter hat mit der Einnistung Deines Babys in Deine Gebärmutter begonnen. Nimmst Du dies bewusst wahr und nutzt alle Möglichkeiten, die Du bereits in der Schwangerschaft für Dein persönliches Wachstum und zur bewussten Begleitung Deines Babys nutzen kannst? Oder läuft alles im hektischen Alltag so nebenher? Schiebst Du Stimmungstiefs, private/berufliche Konflikte auf die Seite oder lenkst Dich davon ab?

Was bringt Dir die Bindungsanalyse®?

Aus der Sicht einer Mutter*

Mütter sagen schließlich, dass die Bindungsanalyse® im Grunde genommen eine besondere Bereicherung gewesen ist. Christina beschreibt dies so:

„Für mich war die Bindungsanalyse ein im Trubel des Alltags bewusstes Zeitnehmen für mich und mein Baby, jedoch unter Anleitung. Diese half mir, eine andere Sicht auf die alltäglichen Themen zu bekommen, um mich dem Moment der Bindung voll hingeben zu können.
In der Bindungsanalyse half mir Maria, Unbewusstes bewusst zu machen, indem sie mit viel Einfühlungsvermögen, Menschenkenntnis und Erfahrung Beschreibungen finden konnte, für die ich keine hatte. Dadurch konnte ich meine Gefühle in klare Worte fassen, damit ich an ihnen arbeiten konnte. Jetzt weiß ich, dass durch die Aufarbeitung vieler Themen, der Bindung zwischen meinem Baby und mir nichts mehr im Wege stand. Als Team in die Geburt zu gehen, ist viel einfacher, als wenn zwei Einzelkämpfer antreten. Daher bin ich mir sicher, dass diese Geburtsvorbereitung der Grund dafür war, dass meine beiden letzten Geburten so harmonisch und im Einklang verliefen. 
Mein Baby und ich waren uns einig, gemeinsam auf diese letzte, große, anstrengende und schmerzhafte Reise zu gehen, wobei wir vorher schon viele kleine Reisen hatten, in denen wir uns einander Vertrauen und Erfahrung schenkten. Wir wussten daher, wir können es. Bei der Geburt durfte ich den Kopf abschalten und konnte mich frei machen. Dadurch konnte ich mich bei der Geburt meinen Gefühlen hingeben, dem Gefühl zu meinem Baby, zu mir, zu uns.“

Mutter-Kind-Bindung. Was passiert da eigentlich?

Die Mutter-Kind-Bindung beginnt bereits vor der Geburt zu einem erstaunlich frühen Zeitpunkt. Bereits als kleines Zellwesen auf seinem Weg in die Gebärmutter nimmt das sich entwickelnde Kind auf der körperlichen Ebene den Kontakt und die Beziehung zu seiner Mutter auf. Jetzt knüpft es im Mutterleib für sein sich neu entfaltendes Leben die wichtigste und tiefgreifendste Bindung und Beziehung.

„Bindung ist das gefühlstragende Band,
das eine Person zu einer Anderen knüpft

und das über Raum und Zeit anhält“  John Bowlby

Von Anfang an sind Mutter und Baby während der Schwangerschaft eine Einheit, die sich beide den körperlichen Raum der Mutter und ebenso einen gemeinsamen seelischen Raum teilen.
Bereits ab dem Zeitpunkt seines Wachsens als befruchtete Eizelle ist Dein Baby eine eigenständige kleine Persönlichkeit mit einem ausgeprägten Bewusstsein, sozialen sowie emotionalen Kompetenzen. In Babystunden in meiner Praxis erlebe ich regelmäßig, dass das Bewusstsein des ungeborenen Babys klarer und direkter ist, als das der Schwangeren. Faszinierend, oder?  Dein Baby fühlt Deine Gefühle und es hat hierzu eigene Gedanken, jedoch kann es seine eigenen Gefühle nur mit Deiner bewussten Unterstützung von Deinen Gefühlen differenzieren. In den Babystunden lernen werdende Mütter einen entspannteren Umgang mit ihren Gefühlen, belastende Gefühle können angeschaut und bearbeitet werden, so die Gefühle der Eltern bei den Eltern bleiben und nicht vom Baby übernommen werden. Was dazu notwendig ist, vermittelt Dir die Bindungsanalyse®. Meine wunderschönste Arbeit der Welt ist es, Euch beide hierbei zu begleiten und manchmal zu führen.  

Innige, positive Bindungserfahrungen in dieser sensiblen Zeit sind von unschätzbarem Wert. Denn diese allerersten Erfahrungen bilden die Grundlage für das weitere Leben nach der Geburt. Ob wir uns willkommen fühlen in einer sicheren Welt, ob wir voller Urvertrauen sind und unsere Potentiale sicher entfalten, wie wir in Beziehung gehen zu Menschen und der Welt und wie entspannt wir lernen und uns entwickeln können. 

Wie ist die Bindungsanalyse® nach Hidas und Raffai entstanden?

Dr. Jenö Raffai und sein Lehranalytiker György Hidas haben diese präventive Schwangerschaftsbegleitung in Ungarn während ihrer 20-jährigen Forschungsarbeit seit den 1980er Jahren entwickelt, nachdem sie während der Behandlung eines an Schizophrenie erkrankten Jugendlichen erkannten, dass dieser ihnen Körper- und Gefühlsempfindungen beschrieb, als er Fetus im Bauch seiner Mutter gewesen war. Während der Schwangerschaft mit ihm war sein Vater gestorben.  Jenö Raffai sagte viele Jahre später, dass er den Moment finden wollte, an dem die Seele geboren wird. Den Zeitpunkt, an dem Verletzungen und Traumata noch ohne Narben heilen können. So entwickelten Jenö Raffai und György Hiddas seit den 1980er Jahren eine Schwangerschaftsbegleitung und nannten sie Bindungsanalyse.

Seit 10 Jahren werden in Deutschland Bindungsanalytikerinnen ausgebildet. Ich bin Jenö Raffai 2014 begegnet und wurde vor seinem Tod von ihm ausgebildet,  zusammen mit Dr. Ludwig Janus, Dr. Helga Blazy, Dr. Ursula Volz-de Boer. 

Positive Auswirkungen der Bindungsanalyse®

Nach rund 7000 in Ungarn, Belgien, Österreich, Luxemburg, Deutschland und Amerika begleiteten Schwangerschaften können wir demzufolge diese Auswirkungen beobachten …

… für die Schwangerschaft

  • Du kannst Deine Wahrnehmungsfähigkeit für Dich (Körper, Gefühle, Bedürfnisse, Seele) und für Dein Baby verstärken. Du lernst Dich auf Dein Baby einzustimmen und schenkst ihm die Erfahrung, dass seine Gedanken und Gefühle bei Dir aufgehoben und angenommen sind.
    Hierdurch gelingt auch Euer Miteinander nach der Geburt intuitiv entspannt.
  • Mütter konnten ihre Schwangerschafts- und Geburtsängste verringern. An diese Stelle entwickelst Du stark und demgegenüber ein starkes  Selbstvertrauen in ihre weiblichen Kompetenzen entwickeln. Hiernach erlebten sie die Geburten in der Regel gemeinsam mit dem Baby entspannt, natürlich, selbstbestimmt und ohne medizinische Interventionen.
  • Seelische Hilfe bei Komplikationen wie z. B. Blutungen, vorzeitigen Wehen, Cervix-Verkürzungen,  Frühgeburtstendenzen. Hieraus folgt, dass Symptome gelindert und vielfach ganz behoben werden können (verschwindend geringe Frühgeburtsrate von 0,2 % statt bundesweit durchschnittlich 9,2 %).
  • Die Intensivierung der vorgeburtlichen Mutter-Kind-Beziehung wirkt sich positiv auf den Verlauf der Schwangerschaft, auf den Geburtsprozess, die Stillbeziehung, sowie auf die gesunde Persönlichkeitsentwicklung Deines Kindes aus.

… für die Geburt

  • Mutter und Baby wachsen zu einem guten Geburtsteam zusammen, wodurch beide mit mehr Vertrauen und Entspannung durch den Geburtsprozeß gehen.
  • Deutliche Abnahme der Notwendigkeit medizinischer Interventionen zugunsten eines natürlichen Geburtsverlaufs. Die Geburten finden +/- 5 Tagen um den Geburtstermin herum statt, ohne medizinische Einleitung.
  • Deutlich verringerte KaiserschnittRate (gegenüber bundesweit bis zu 50 %).

… nach der Geburt

  • Bei rund 7.000 Bindungs-Analysen von Jenö Raffai und seinen Kollegen/Kolleginnen in Europa und USA keine postpartale Depression der Mutter (bundesweit bis 19 %, laut WHO ca. 20 % in den Industriestaaten).
  • Die Babys finden nach der Geburt einen guten Zugang zu ihren bereits entwickelten Fähigkeiten, sind ausgeglichen und nehmen neugierig mit ihrer Umwelt Kontakt auf. Schreizeiten um die 30 Minuten am Tag sind die Regel.

Gerne berate ich Dich persönlich. Ruf mich an und vereinbare einen Termin mit mir.


* Christine gebar ihr zweites Kind in vier Stunden und ihr Drittes in einer Stunde. Quelle dieses Berichts ist das im Dezember 2017 erschienene Buch meiner Bindungsanalyse-Kolleginnen Christa Balkenhol und Christine Karrasch „Mit Deiner Liebe wächst meine Seele“.