Bindungsanalyse

Bindungsanalyse® nach Hidas und Raffai

„Bindung ist das gefühlsgetragene Band,
das eine Person zu einer anderen spezifischen Person anknüpft
und das sie über Zeit und Raum miteinander verbindet.“
 

John Bowlby

Was ist Bindungsanalyse® und wo kommt sie her?

Die Bindungsanalyse® nach Hidas und Raffai ist eine Form der Begleitung schwangerer Frauen und Paare. Sie dient dazu, die vorgeburtliche Beziehung zwischen den Eltern und ihrem Kind aufzubauen und zu stärken. Außerdem ist sie eine umfassende Vorbereitung auf die Geburt und das Leben.

Die Bindungsanalyse® stärkt das Selbstvertrauen der werdenden Mutter. Schon im Mutterleib ermöglicht die Bindungsanalyse® dem Kind nachhaltig positiv wirkende Bindungserfahrungen mit seiner Mutter. Diese Form der Schwangerschaftsbegleitung wirkt in vielerlei Weise präventiv.

Empirische Beobachtungen zeigen, dass die Bindungsanalyse® negativen mütterlichen Stress verringert und in vielen Fällen sogar ganz verhindert.
Schwangerschaften und Geburten verlaufen unter dieser Begleitung mit geringeren Komplikationen und Frühgeburten. Sehr viel seltener erkranken Frauen an der Postpartalen Depression. Zudem ist der Anteil an Kaiserschnittgeburten erheblich geringer. Nach der Geburt beobachten wir außerdem eine gelingende intuitive Kommunikation zwischen Mutter und Baby. Kinder aus bindungsanalytisch begleiteten Schwangerschaften schreien weniger, schlafen nachts besser und sind am Tag wach und neugierig. 

Vor 20 Jahren entwickelte Dr. Jenö Raffai zusammen mit seinem Lehrer Dr. György Hidas diese wunderbare Methode. Seit vielen Jahren lehrte Dr. Jenö Raffai die Bindungsanalyse. Gemeinsam mit Dr. Ludwig Janus bildete er Bindungsanalytikerinnen aus.

Diese Methode wende ich in abgewandelter Form auch in der Begleitung von Eltern mit unerfülltem Kinderwunsch und nach Fehlgeburten oder Todgeburten an.

Lerne das Wesen Deines ungeborenen Babys kennen

Mit der Bindungsanalyse® lade ich Dich, werdende Mama, ein, die tiefe emotionale Ver-Bindung zwischen Deinem Baby und Dir bewusster kennen zu lernen und zu vertiefen. Denn schon lange vor der Geburt kannst Du die Persönlichkeit des kleinen Wesens kennenlernen, das sich unter Deinem Herzen entwickelt und wächst und wächst. Durch diese berührenden gemeinsamen Erlebnisse kannst Du nach der Geburt die nonverbale Sprache Deines Babys intuitiv richtig verstehen.

Mutter-Kind-Bindung. Was passiert da eigentlich?

Bereits ab der Zeugung des kleinen Menschleins teilen die werdende Mutter und das Baby sich den körperlichen Raum der Mutter. Ebenso ihren seelischen Raum. 

Innige, positive Bindungserfahrungen in dieser sensiblen Zeit sind von unschätzbarem Wert.  Ob wir uns willkommen fühlen in einer sicheren Welt, ob wir voller Urvertrauen sind und unsere Potentiale sicher entfalten, wie wir in Beziehung gehen zu Menschen und der Welt und wie entspannt wir lernen und uns entwickeln können. All diese Fähigkeiten werden geprägt durch die Gefühle und Erfahrungen – die guten und die schwierigen, belastenden -, die wir während der Schwangerschaft, in der Geburt und danach gemacht haben.

Positive Auswirkungen der Bindungsanalyse® …

Demzufolge beobachten wir nach rund 7000 empirischen Beobachtungen in Ungarn, Belgien, Österreich, Luxemburg, Deutschland und Amerika folgende Auswirkungen …

… auf die Schwangerschaft und Geburt

  • Schwangere vertieften ihre Wahrnehmungsfähigkeit für ihre körperlichen Empfinden, ihre Gefühle und erweiterten ihre Fähigkeiten, über Bedürfnisse und Gefühle zu sprechen. 
  • Sie machten viele Erfahrungen damit, dass sie die Signale ihres Babys (innere Bilder, Wortgedanken, Körperempfindungen) zutreffend erkennen und ihm ein tiefes Gefühl von Angenommen- und GutaufgehobenSein geben konnten. Hierdurch waren sie in der gemeinsamen Geburtsarbeit tiefer miteinander verbunden und feiner aufeinander abgestimmt.
  • Mütter konnten ihre Schwangerschafts- und Geburtsängste verringern und ihre urweiblichen Kompetenzen entwickeln. Hiernach erlebten sie die Geburten in der Regel gemeinsam mit dem Baby entspannt, natürlich, selbstbestimmt und ohne medizinische Interventionen.
  • Seelische Hilfe bei Komplikationen wie z. B. Blutungen, vorzeitigen Wehen, Cervix-Verkürzungen,  Frühgeburtstendenzen. Hieraus folgt, dass Symptome gelindert und vielfach ganz behoben werden können (verschwindend geringe Frühgeburtsrate von 0,2 % statt bundesweit durchschnittlich 9,2 %).
  • Die Intensivierung der vorgeburtlichen Mutter-Kind-Beziehung wirkt sich positiv auf den Verlauf der Schwangerschaft, auf den Geburtsprozess, die Stillbeziehung, sowie auf die gesunde Persönlichkeitsentwicklung Deines Kindes aus.
  • Mutter und Baby wachsen zu einem guten Geburtsteam zusammen, wodurch beide mit mehr Vertrauen und Entspannung durch den Geburtsprozeß gehen.
  • Signifikante Abnahme der Notwendigkeit medizinischer Interventionen zugunsten eines natürlichen Geburtsverlaufs. Die Geburten finden +/- 5 Tagen um den Geburtstermin herum statt, ohne medizinische Einleitung.
  • Am wichtigsten ist die deutlich verringerte KaiserschnittRate (gegenüber bundesweit bis zu 50 %).

… nach der Geburt

  • Demzufolge erkrankten nach 7.000 Bindungs-Analysen von Jenö Raffai und seinen Kollegen/Kolleginnen in Europa und USA keine Mutter an einer postpartalen Depression. (Andererseits erkrankt bundesweit jede 5. Frau, ebenso wie laut WHO in den Industriestaaten).
  • Die Babys finden nach der Geburt einen guten Zugang zu ihren bereits entwickelten Fähigkeiten, sind ausgeglichen und nehmen neugierig mit ihrer Umwelt Kontakt auf. Schreizeiten um die 30 Minuten am Tag sind die Regel.

→ zu Warum und für wen?

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