Über Doris Lenhard –
2009 begann ich meine psychologische Arbeit umzustellen und mich für die Fragestellungen rundum Schwangerschaft und Geburt zu spezialisieren. Seit 14 Jahren ist es mein Handwerk Frauen mit einer besonderen Form der Schwangerschaftsbegleitung und Geburtsvorbereitung zu betreuen.
Frauen vor und während ihrer Behandlung in einer Kinderwunsch Klinik kamen zu mir, zumeist leider erst nach mehreren Behandlungszyklen mit IVF oder ICSI. Wir fanden Zusammenhänge im Familiensystem der Vorfahren mit der aktuellen Blockade der Fruchtbarkeit. Während der Schwangerschaft begleitete ich ihr Ungeborenes und sie mit einer besonderen seelischen Betreuung und bereitete das Baby mit seinen Eltern auf eine positive Geburt vor.
Frauen kamen auch auf Empfehlung ihrer Hebamme oder ihrer Gynäkologin in meine Begleitung, nachdem sie in vorherigen Schwangerschaften Unvorhersehbares durchmachen mussten. Einige Frauen wollten ihre psychischen Belastungen nicht an ihr Kind weitergeben und ergänzten ihre Psychotherapie interdisziplinär mit meinen Angeboten.
Nach einer Fehlgeburt, einem still/tot geborenen Kind, Pathologien wie Eklampsie oder HELLP, pränataler Diagnose beim Kind, Depressionen oder anderen psychischen Erkrankungen in der Familie sind Ängste und das Bedürfnis nach Sicherheit groß. Hier herauszukommen und ein stabiles und dauerhaft starkes Gefühl von Zuversicht, Vertrauen und Freude auf die Geburt zubekommen, hatte die übliche medizinische auf den Ausschluss von Pathologien konzentrierte Schwangerschaftsvorsorge nicht bewirkt. Frauen, die in meiner Schwangerschaftsbegleitung und Geburtsvorbereitung mit mir „arbeiten“ wollen, wünschen sich Prävention für die psychische Entwicklung ihres Babys, sie wollen die eigenen Belastungen nicht an ihr Kind weitergeben. Zusätzlich möchten sie Geburtskomplikationen auf das Minimum von 10-15 % reduzieren, dies ist allein in der Schwangerschaft machbar. Kurz gesagt wollen meine Klientinnen ihr Baby von Anfang an seelisch und praktisch genauso gut betreut wissen wie sich selbst.
Ich bin Mutter. Zwei Töchter und einen Sohn darf ich begleiten, eine Tochter starb in der 19. Schwangerschaftswoche und kam 1991 still zur Welt.
In meinem persönlichen Lebensweg bin ich Tochter, Schwester, Halbschwester, Frau, Mutter, Patchworkmutter,Tante. Schon als kleines Mädchen waren mein größtes Interesse die Erwachsenen verstehen zu wollen. Die Babies in der Nachbarschaft und Musik waren meine sicheren Orte. Seit 14 Jahren darf ich Babies und ihren Eltern zurückgeben, was sie mir gegeben haben. Bedingungslose Liebe und Bestärkung ihrer seelischen, körperlichen, geistigen Kräfte und geerdnete, verkörperte Spiritualität.
