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Schwangerschaft Bindungsanalyse Vorzeige Wehen Doris Lenhard

Ich spürte die Verbindung zum Baby im Bauch nicht

„Ich spürte das Baby bereits in der 14. Woche sehr zaghaft, aber für mich eindeutig. Ich war aufgeregt und sehr beflügelt. Ich habe versucht mit ihr Kontakt aufzunehmen, was mir aber irgendwie nicht so recht gelang. Meine Gedanken schweiften viel zu schnell ab oder ich schlief ein. Darüber war ich sehr verzweifelt. Ich machte mir Sorgen und hatte Schuldgefühle, nachdem ich doch mit meinem ersten Baby einen innigen Kontakt kannte. Natürlich war mir klar, dass ich mit meiner dreijährigen großen Tochter und dem Alltag allein deswegen weniger Ruhe hatte. Jedoch half mir das überhaupt nicht, mich nicht verzweifelt und schuldig zu fühlen. Ausserdem hatte ich große Angst, dass mein Baby sich zur Geburt nicht drehen könnte und ich sich dann mein Geburtsplan in fromme Wünsche auflöst. Ich wollte mein Kind zu Hause und ganz ungestört und sanft zur Welt bringen. Das ginge dann nicht mehr, sondern ich müsste in ein Krankenhaus mit der Unruhe dort und den Eingriffen. Meine erste Geburt war für mich traumatisch.

Nun bin ich heilfroh, dass ich den Kommentar von Doris bei Facebook gefunden hatte, den sie einer Mama geschrieben hatte. ‚Babys in Beckenendlage drehen sich manchmal nicht, weil sie mit ihrem Ohr näher an Mamas Herzen sein möchten. Dann spüren sie die Liebe der Mama besser.‘ Ich rief Doris an und schon nach dem ersten Gespräch fühlte ich wieder Hoffnung. 

Durch die erste Babystunde hatte ich eine sehr intensive Erfahrung. Ich konnte mein Baby sehen, es körperlich spüren und ‚berühren‘. Es war so viel intensiver und einprägsamer, als ich mir je hätte vorstellen können. Es rührte mich zu Tränen und auch jetzt, wenn ich daran denke und es mir vorstelle, wird mir warm ums Herz.

Durch die ‚Verbindungsschnur des Herzens“,

die nun mich mit meinen Liebsten verbindet, gelang es mir nun auch schon im trubeligen Alltag kurzen Kontakt herzustellen. Mein Baby um Entschuldigung zu bitten, wenn ich wieder zu viel gearbeitet und zu wenig auf meine Belastungsgrenze geachtet hatte und Schmerzen in Rücken und Bauch bekam. Oder ich habe mich beim Baby bedankt, einfach, dass sie da ist und so schön wächst.

Ich möchte Dir die ‚Verbindungsschnur‘ , mein ‚Liebesband‘ gerne genauer beschreiben, das ich zu Sarah (mein KITA-Kind) und meinen Mann geknüpft habe. Es war wider Deiner vorgeschlagenen Beschreibungen von Anfang an ein Geflecht aus Wurzeln oder Zweigen. Geschmückt mit Blümchen, Knospen eher, bunten Bändern und grünen Blättern. Wie eine Blumenranke, die man sich in die Haare binden könnte. So sah es von Anfang aus und je häufiger ich daran denke, desto ausführlicher könnte ich es wohl beschreiben. Das bleibt mir so nachhaltig im Herzen, begleitet mich nach so kurzer Zeit so stark und gibt mir Kraft und Energie.  Ich liebe den Gedanken an diese Verbindung.

Körperlich spüre ich recht gut, wie sie liegt. Ich konnte meiner Hebamme schon vor der Untersuchung exakt sagen, wie sie liegt. 
Dabei ist mein Bauchfett leider sehr ausgeprägt. Sehen kann man da also nichts. Die Hebamme war leicht überrascht, dass ich so ein gutes Körpergefühl habe. So hatte ich das  bis dahin nicht wahrgenommen.“

Wusstest Du, dass es eine besondere Form der seelischen Schwangerschaftsbegleitung gibt? Sie ist recht jung, wurde von zwei ungarischen Ärzten entwickelt. In Ungarn, Belgien, Österreich, Deutschland und Amerika wurden bisher rund 7000 Schwangere damit begleitet. Gerade wenn Dein Baby in Beckenendlage liegt, hast Du hiermit eine wundervolle Möglichkeit, dein Baby einzuladen, dass es sich dreht. Oftmals dreht sich das Baby bereits innerhalb von 24 Stunden.

Möchtest Du mehr erfahren über die seelische Schwangerschaftsbegleitung Bindungsanalyse?

 

 

Mit Deiner Liebe wächst meine Seele

Wie Dein Baby in Deinem Mutterleib lebt und was es erlebt

Hier möchte ich Dir eine ganz persönliche Buchempfehlung geben. 

Mit Deiner Liebe wächst meine Seele

Leben und Erleben im Mutterleib: Die Methode der vorgeburtlichen Bindungsförderung in Praxis und Theorie

Die Herausgeberin Christa Balkenhol und ich haben zusammen die Bindungsanalyse-Ausbildung in Köln gemacht. Mit ihrer persönlichen Erlaubnis zitiere ich den Klappentext des Buches:

Das Leben vor der Geburt ist die Blaupause für unser Leben. Schließlich wird nicht nur unser Körper geformt und geprägt, sondern ebenso unser Geist und unsere Seele. Ebenso ist die Zeit der Schwangerschaft für jede werdende Mutter eine herausragende Zeit, um eigene Wunden zu heilen und generationsübergreifende Muster zu verändern. Für die Zukunft des Kindes. Die berührenden Fallgeschichten und theoretischen Erklärungen von zehn Bindungsanalytikerin-nen aus Deutschland und Österreich machen ebenso deutlich, wie eng die intrauterine Welt und unser Leben im Hier und Jetzt verknüpft sind. Echte Salutogenese und Prävention beginnen deshalb am effektivsten an genau dieser Stelle!

Ein Buch für Schwangere und alle, die Mütter auf diesem Schöpfungsweg begleiten.

Die deutschen und österreichischen Autorinnen und zertifizierten Bindungsanalyse-Kolleginnen (einige sind Freundinnen von mir) Christa BalkenholIrene BaslerKarina BartolichJohanna JagodtischChistine KarraschMarion KönigDr. Gerda Kosnar-DauzElisabeth KurthMaria Reiter-HorngacherDr. Veronika Sowa schildern in diesem Buch ihre Erfahrungen bei der Begleitung mit Schwangeren. Jede Schwangere schildert am Ende des Kapitels, was die Bindungsanalyse ihr gebracht hat.

Themen dieser Fachartikel sind:

Bedeutung von Bindung
Selbstregulationsstörung beim Neugeborenen und Säugling
Auswirkungen von mütterlichem Stress | Kaiserschnitt | Assistierter Befruchtung (ART-Technologie) auf das Baby
Spiegelneurone
Pränatale Bindungsentwicklung aus Sicht der Hirnforschung, Epigenetik
Frühe Erfahrungen sexueller Gewalt von Schwangeren
kleine Embryologie

Und was sagt der international anerkannte Pränatalpsychologe, mein Bindungsanalyse-Lehrer, Dr. Ludwig Janus zu dem Buch? 

Ich zitiere seine persönliche Kurzrezension: Christa Balkenhol, Christine Karrasch (Hg.)  „Mit deiner Liebe wächst meine Seele –  Leben und Erleben im Mutterleib. Die Methode der vorgeburtlichen Bindungsförderung in Praxis und Theorie.“  Einklang Verlag, Zetel. S. 259. 16.50 €.

Im Klappentext  dieses Buches heißt es: “Ein Buch für Schwangere und alle, die Mütter auf diesem Schöpfungsweg begleiten.“    Doch es ist mehr als das:  es wirft ein  erstes Licht  auf die facettenreiche  und vielvielschichtige  Landschaft  und Lebensdimension,  die sich hinter dem  schlichten Wort „Schwangerschaft“ verbirgt.  Es geht um mutige Schritte  in den „Unbekannten Kontinent“  oder in das „Unheimliche“  unserer ersten Heimat, die eben ein  „Seelenraum“  ist, der durch ein  intuitives Verstehen  erschlossen werden kann.  Dies wird  im Rahmen  der  von den ungarischen  Psychoanalytikern György Hidas und Jenö Raffai entwickelten vorgeburtlichen  Bindungsförderung  oder Beziehungsförderung unterstützt oder auch erst ermöglicht. 

In übersichtlicher Weise  orientiert das Buch  in Fallberichten  über die konkreten Erfahrungen der Mütter mit ihren Kindern vor der Geburt und   über die Methode der vorgeburtlichen Bindungsförderung und über deren Ablauf.   Gleichzeitig werden verschiedene Problemfelder thematisiert und es wird  erläutert, wie die vorgeburtliche Bindungsförderung  hier hilfreich sein kann.  

Die Berichte und Kommentare  enthüllen  in neuartiger Weise  die anfängliche Welt   unserer vorgeburtlichen Lebenszeit  und haben deshalb  eine grundsätzliche Bedeutung für uns alle.    Dabei  wird auch die Dramatik,  die  diese  weiblichen Lebensdimension haben kann, deutlich,  wie ebenso  der Zauber der primären Lebenskräfte  und die Kraft der anfäng-lichen  Bezogenheit  zwischen Mutter und Kind. Das macht auch    die Welt  der intuitiven Kommunikation  in menschlichen Beziehungen zugänglich,  die uns  durch  die Dominanz  unserer Orientierung an der sprachlichen Kommunikation  verdeckt sein kann. Die  so wichtige Erforschung der biologischen und medizinische Aspekte von Schwangerschaft und Geburt haben die heutige Sicherheit am Lebensanfang gebracht, durch  die wiederum die  Erforschung der seelischen Dimension von Schwangerschaft und Geburt möglich wurde. Auf diesem Hintergrund können sich  die ureigenen Kräfte der Mutter  und des Kindes entfalten und wirksam werden. 

Ludwig Janus, Dossenheim

 

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Erfahrungen von Eltern nach der Geburt


Hypnobirthing Geburtsbericht Florian

Geburtsbericht:
Eine unvergesslich schöne Schwangerschaft und Geburt

Nach dem ersten Drittel meiner Schwangerschaft erinnerte ich mich plötzlich an einen Geburtsbericht von einer „Hypnobirthing Geburt“, den ich irgendwann einmal in einer Zeitschrift gelesen hatte und der von einer fast schmerzfreien und vor allem harmonischen Geburtsituation erzählte. Nach kurzer Recherche stand für mich fest, dass ich es auch auf diesem Weg versuchen möchte. Denn meine Horrorvorstellung einer Geburt war immer ein grelles Krankenhauszimmer, viele fremde Menschen, die ständig kommen und gehen und ich und mein Baby allem ausgeliefert und fremdbestimmt.

So begann ich nach einem Hypnobirthing-Kurs in Bonn zu suchen und landete schnell auf der Webseite von Doris Lenhard. Ich schrieb ihr und ein paar Tage später saß ich schon in ihrer gemütlichen hellen Praxis in Godesberg. Sie erklärte mir das Konzept von Hypnobirthing nach dem sie arbeitet und was uns erwartet. Wir haben uns für einen Einzel-Kurs entschieden, da man auch einige Meditations- und Entspannungsübungen macht und mein Mann und ich uns dazu lieber eine ruhige private Umgebung wünschten und wir mit den Terminen zeitlich flexibel waren.

Die Geburtsvorbereitung beginnt

Bei den Terminen herrschte immer eine angenehme und entspannte Atmosphäre. Doris nahm sich Zeit für unsere Fragen und erklärte alles wie z.B. die Atemübungen und auch die verschiedenen Phasen der Geburt sehr verständlich und bildhaft.

Wir begannen mit dem Kurs ab ungefähr der 25. Woche und ich übte zu Hause die Meditationen mit der CD, die wir von Doris bekamen. Zwar nicht so oft wie angedacht aber für mich hat es so wohl gut gepasst 🙂 .

Als der Kurs sich dem Ende neigte, entschieden wir uns dazu, noch die Baby-Mama-Abschlussstunden für die seelische und praktische Vorbereitung meines Babys zu machen. Anfangs war ich mir etwas unsicher, ob so etwas überhaupt „sinnvoll“ sei aber schon nach der ersten Stunde, die übrigens auch per Telefon stattfinden können, war ich wirklich begeistert. Es war für mich noch einmal eine andere Art der Kommunikation mit meinem kleinen Sohn. Über Tag spricht man ja immer wieder mit ihnen und legt die Hand auf den Bauch aber diese Stunden waren nochmal anders. Man hat das Gefühl, direkt neben dem Baby zu liegen – ich weiß, das klingt ziemlich verrückt 🙂 – aber es hat mir für meine restliche Schwangerschaft und die bevorstehende Geburt Freude, Mut und Gelassenheit vermittelt. Ich hatte das Gefühl, genau zu wissen, was gut für meinen Kleinen ist und was auch nicht.

Unsere kraftvolle Hynobirthing Geburt

Ein paar Wochen später war es dann soweit. Nach etwas über 9 Stunden ab der ersten Wehe hielten wir unseren kleinen Sohn in den Armen. Es hatte alles geklappt, wie ich es mir gewünscht hatte und über die letzten Wochen fokussiert hatte. Ich hatte die Atemübungen angewendet auch wenn ich währenddessen dachte, ich mache alles falsch und ich halte nicht weiter durch aber sie haben mir wirklich unglaublich geholfen – das konnte ich vor allem rückblickend verstehen. Zusätzlich muss ich sagen, dass wir eine Beleghebamme hatten und unseren Sohn zu Hause bekommen haben – diese Entscheidung hatten wir kurz vorher getroffen, da ich mir einfach nicht vorstellen konnte, ins Krankenhaus zu gehen, obwohl wir bereits dort angemeldet waren. Doris hat uns aber in keinster Weise hinsichtlich dieser Entscheidung beeinflusst. Doris hat uns mit Ihrer fröhlichen, interessierten und offenen Art Mut und Selbstvertrauen vermittelt, unseren Weg zu gehen und vor allem zu erkennen, was für uns gut ist und was nichts für uns ist.

Ich kann den Hypnobirthing-Kurs und die Ablösestunden bei Doris nur wärmstens empfehlen. Ich finde, jeder Cent ist gut investiert. Bei dem, was viele Paare an Geld in Babyausstattung stecken, wird einem wirklich schwindelig und dem Baby ist das alles ja ziemlich egal. Aber Geborgenheit und dass das Kleine spürt, dass sich auch die Eltern wohlfühlen, ist meiner Meinung nach etwas, dass für den gemeinsamen Start unglaublich wertvoll ist. 

Anmerkung zu diesem Geburtsbericht:

Die Gynäkologin hatte eine Anomalie in der Nabelschnur diagnostiziert, weshalb die werdenden Eltern zur Feindiagnostik mussten. Weil diese Untersuchungen den Vater belasteten, wollte er schließlich, dass sein Kind überdies nur in der Sicherheit einer Klinik zur Welt kommt. Allerdings schöpfte der Vater aus der Ausstrahlung der Hausgeburtshebamme Vertrauen, die im Kurs sagte: „Gebären ist eine wunderschöne Erfahrung. Ihr braucht keine PDA“
„Mit dieser Hebamme traue ich mich auch eine Hausgeburt“ sagte er seiner Frau. 

Schließlich spielten wir die Geburt in der Generalprobe durch, während der das Baby seiner Mutter einen Hinderungsgrund zeigte, seine Geburt zu beginnen: „Meine Mama will mich noch drin behalten. Sie denkt, ich wiege zu wenig.“ „Das stimmt“ bestätigte die Mama. „Die Ärztin hat gesagt, dass er wenig wiegt.“ Ich bat die Mama, ihren Sohn zu fragen, ob er damit sagen will, dass er schwer genug ist für unsere Welt hier draußen. „Ja“. 

Heile Geburt

Die Wehen begannen in der Nacht zum ET. Als die Mama nicht mehr schlafen konnte stand sie auf und hatte den Impuls, ihr Badezimmer zu putzen. Das machen Frauen oft! Um 9 Uhr rief sie ihre Hebamme an,die um 10 Uhr ankam. Der Muttermund war drei Zentimeter geöffnet. Sie gab der Mutter ein Buscopanzäpfchen, fuhr wieder und kündigte an, dass sie um 12 Uhr wieder da sei. Um 12 Uhr kam sie zusammen mit Pia Marg, der Hausgeburtshebamme an. Beide Hebammen rechneten mit der Ankunft des Babys um 17 oder 18 Uhr, schließlich handelte es sich um eine „Erstgebärende“.  Sie staunten: Der Muttermund war vollständig eröffnet. Eine Stunden später lag das Baby im Arm seiner Mama.

Die stolze Mama erzählte mir: „Es war wirklich anstrengend und ich brauchte meine volle Konzentration. Mein Mann hat mir mit seinen Worten und mitatmen so geholfen, weil ich immer wieder dachte, ich atme falsch.“

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Eine wunderschöne stressfreie Geburt

 

Julia und Ihr Mann mussten mehrmals zur Feindiagnostik, weil es eine Besonderheit an der Nabelschnur gab. Hierbei konnte sie gut ruhig bleiben, während ihr Mann bei einer Untersuchung Hilfe brauchte. Julia konnte sich eine Hausgeburt vorstellen, ihr Mann wollte auf jeden Fall in eine Klinik. So planten sie eine Klinikgeburt in Bad Honnef mit Beleghebamme.
In der 37. Woche lernte Julias Mann die Hausgeburtshebamme im Geburtsvorbereitungskurs kennen. Ihre Sicherheit für Hausgeburten gaben ihm Sicherheit, mit Ihr könne er sich das auch zu Hause denken.

Nach der Geburt – ein Erfahrungsbericht:

Nachts begannen die Wehen. Wir hatten neben der Hypnobirthing basierten Geburtsvorbereitung auch das Baby und die Mama mit den Ablösestunden nach Raffai vorbereitet. Bei der Generalprobe für die Geburt schickte das Baby seiner Mama folgende Botschaft: „Meine Mama will mich noch im Bauch behalten, weil sie denkt ich sei zu klein.“
Worte wirken, und wie!! Bei den Vorsorgeuntersuchungen hatte die Ärztin immer wieder gesagt, dass das Baby wenig wiege.
Nachdem der Kleine Mann seiner Mama mit meiner Übersetzung sagen konnte „Mama, ich bin groß genug für die Welt draußen“, machte er sich allerpünktlichst auf den Weg. 

Als die Wehen stärker wurden stand Julia auf und – ganz klassisch 🙂 – putzte das Badezimmer.
Morgens rief sie dann die Hebamme an, die um 10 Uhr zwei cm Muttermundöffnung messen konnte und sich bis Mittags verabschiedet. In der Zwischenzeit hat Julia „richtig angestrengt gearbeitet“ und wurde sich unsicher, ob sie die Atmungen wirklich richtig macht. Ihr Mann war die ganze Zeit hinter ihr und bestärkte sie.

Um 12 Uhr kam die Hebamme mit ihrer Kollegin zurück. Erfahrungsgemäß rechneten sie bei einer Erstgebärenden mit dem Ankommen des Babys um 18 Uhr. Julias Muttermund war schon vollständig eröffnet. Nun begann die eigentliche Geburt! Eine Stunde später lagen 51 Zentimeter und 3.250 Gramm Sohn auf dem Bauch seiner Mama.

Bei der Herztonkontrolle lachte die Hebamme schallend: „Der bekommt ja gar nichts mit!“ Sprich: Die Herztöne waren tiefenentspannt, was wenig üblich ist. Das Baby war so entspannt, weil es genauestens auf alle Abläufe und seine Empfindungen vorbereitet worden war.  (Mama-Baby-Vorbereitung nach Raffai & Hiddas) Natürlich hat das Baby alles mitbekommen, konnte dabei vollkommen gelassen weiter gehen! Die Eltern waren sicher und gaben ihrem Baby Sicherheit.

Soviel zur Präzision der Messungen des Babygewichts 

Mich macht der VorsorgeHype und Vermessungswahn in der ganz normalen Schwangerschaftsvorsorge heute ratlos. Die damit verbundenen Verunsicherungen und Ängste der Mütter, die Anspannungen der Babys, die die Gefühle ihrer Mutter übernehmen machen mich auch wütend.  Gut, dass wir dieses Geburtshindernis vorher erkannten und bearbeiten konnten. Heute werden so viele Geburten eingeleitet und enden dann in Komplikationskaskaden, bei denen sich Eltern überrollt und ohnmächtig voller Angst fühlen. Das lässt sich so gut verhindern!

 

Bindungsanalyse in Bonn

Von zwei ungarischen Ärzten entwickelt – Anerkennung der Ärztekammer Baden-Württemberg

In Budapest beobachteten die Psychoanalytiker Jenö Raffai und György Hidas, wie bedeutsam die Qualität der vorgeburtlichen Beziehung für die weitere Entwicklung der psychischen Gesundheit ist. Mit ihren Einsichten wollten sie kein neues Erklärungsmodell für Schizophrenie und Psychose entwickeln. Ihnen lag es am Herzen, den Ursprung psychischer Erkrankungen in der Schwangerschaft zu verhindern. Dr. Jenö Raffai und György Hidas entwickelten die außergewöhnliche Schwangerschaftsbegleitung Bindungsanalyse. Dr. Jenö Raffai begleitete bis zu seinem Tod 2015 über 3.000 Schwangere bindungsanalytisch. Es zeigten sich überaus positive Auswirkungen

  • auf den Verlauf der Schwangerschaft
  • die Geburt
  • die Entwicklung der Elternkompetenzen 
  • und die Eltern-Kind-Beziehung.

Ärztekammer und die Bindungsanalyse

Die Ärztekammer Baden-Württemberg hat die Bindungsanalyse als Fortbildung anerkannt.
Jenö Raffai habe ich in seiner letzten Ausbildungsgruppe vor seinem Tod 2015 kennenlernen dürfen. Dass mich dieser große Mensch und Pionier ausgebildet hat, zusammen mit Dr. Ludwig Janus, erfüllt mich mit demütiger Dankbarkeit.

2014 durfte ich Dr. Jenö Raffai noch in meiner Ausbildung zur Bindungsanalytikerin kennenlernen und an seinen Erfahrungen teil haben. Nun können Schwangere wählen, ob Sie bei einem Psychoanalytiker, einem Psychotherapeuten die vorgeburtliche Mutter-Kind-Bindung vertiefen möchten. Diese Begleitung ist psychoanalytisch. Ich bin keine Psychoanalytikerin. Und ehrlich gesagt, habe ich auf meinem Weg Methoden lernen und in ihrer Wirksamkeit erfahren dürfen, die mich mehr überzeugen. In meine Praxis kommen Frauen mit ganz verschiedenen Anliegen. Ich arbeite Körper- und Erfahrungsorientiert mit der Bindungsanalyse. Die Bindungsanalyse ist keine Psychotherapie, sondern eine wunderbare und außergewöhnlich heilend wirkende Schwangerschaftsbegleitung. Mehr dazu finden Sie hier

KollegInnen im ganzen Bundesgebiet, in der Schweiz und in Österreich finden Sie hier